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Gerhard Waschier – Uhrmachermeister

Gerhard Waschier entstammt einer Kärntner Uhrmacherdynastie mit derzeit vier Familienmitgliedern, welche diesen traditionsreichen Beruf ausüben. In Wien/Stammersdorf betreibt er nun ein technisch perfekt eingerichtetes Uhrenatelier.

Hier hat er sich vor allem einen hervorragenden Ruf als Uhrmachermeister bei Restaurationen von alten Grossuhren gemacht. Ob holländische Barock-Standuhr, die Borduhr eines 1924´er Rolls-Rojce, klassische Regulator-Pendeluhren aus der Kaiserzeit, oder französische Kaminuhren aus dem Belle-Epoque: Gerhard Waschier repariert nicht nur die Uhrwerke fachgerecht, sondern restauriert auch Gehäuse, Zifferblätter, Pendellinsen etc. stilgerecht und sehr liebevoll.

(siehe ORF-Bericht auf   “ www.uhrenreparatur.at „)

Der Uhrmachermeister lässt seine 40-jährige Erfahrung und die ihm eigene, grosse Kreativität auch in Design und Fertigung von Uhrenkreationen einfliessen.

So baut er in Handarbeit grosse, fantasievolle Einzelstücke unter dem Markennamen „GW-Vienna“.

 

Seine Pendel- und Standuhren begeistern immer durch ungewöhnliche Technik- und Designdetails: Ein Uhrpendel könnte eventuell nicht direkt aus dem Uhrwerk schwingen (wie üblich), sondern wie von Geisterhand getrieben weit entfernt davon…

 

Die Verwendung von Glas anstatt der üblichen Messingplatten als Uhrplatinen lässt sämtliche Zahnräder und Hebelei von vorne sichtbar werden. Jahrelang suchte Gerhard Waschier nach Möglichkeiten, in dünnes Glas eine grosse Zahl an Löchern bohren zu können, und dies mit einer absoluten Prezission von 1/10mm Toleranz. (keine klassische Glaserei schaffte dies in dieser Qualität…)

In diese Bohrungen werden Kugellager(!), aber auch Rubine als Lagerungen der Zahnräder eingesetzt, aber auch Platinenpfeiler und Achsenstifte etc. verankert.

 

So werden seine Uhrwerke zu luftig-modernen Kunstwerken durch die Kombinationen von Glas mit Chrom, Messing, und Lackeinlagen in feinen Farben.

 

Als Kind der 1960´er-Jahre liebt Gerhard Waschier typischerweise Kontraste, und provoziert manchmal auch gerne. So kombiniert er seine kühl und technisch wirkenden Uhrwerke gerne mit warm wirkenden, oft auch urigen Hölzern. Nuss- und altes Apfelholz, manchmal sogar mit natürlichen Details wie Astlöchern und wilden Rinden-Aussenseiten sorgen für interessante Gegensätze.

 

Seine die Zeit anzeigenden Kunstwerken tragen sehr bezeichnende Titel wie z.B. „Berlin 1961“ (der trennende Mauerbau ist im Uhrenentwurf sichtbar!) oder auch „On the Appletree“